Hohenheim - die Universität und Landesanstalt für Bienenkunde

Hohenheim, das bedeutet für Württemberger zunächst unsere Universität mit agrarwissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftliche Studiengängen, aber auch Landesanstalten für Obstbau, Brennereiwesen und Bienenkunde. Mit Hohenheim verbindet jeder Württemberger mit einem Obststückle, einem Äckerle, einem Wiesle, einem keinen Höfle und natürlich jeder landwirtschaftliche Großbetrieb nachhaltige agrarwissenschaftliche, biologisch-chemische und wirtschaftwissenschaftliche Forschung und Weiterentwicklung.

Wir Imker im Land assoziieren mit Hohenheim die konsequente Weiterentwicklung der klassischen Betriebsweisen in vormals Deutschnormal- oder Hinterbehandlern, unter Nutzung der Hohenheimer Einfachbeute. Diese Beute, die auch Liebigbeute oder Zanderbeute genannt wird und deren Erfinder weder von Dr. Gerhard Liebig, noch der Universität genauer benannt wird, ist eine Zanderbeute, die aber zum einen durch das langjährige Wirken von Dr. Gerhard Liebig am Bieneninstitut Stuttgart Hohenheim, zum anderen durch den günstigen Preis und einfachen Aufbau nicht nur in Württemberg zur beliebtesten Beute geworden ist.

Das Grundprinzip der modernen Hohenheimer Betriebsweise ist die konsequente Umsetzung von Einfachheit, Kostengünstigkeit und Effizienz bei Maximierung der Hygiene innerhalb des Bienenstocks (Wabenhygiene), einer konsequenten biologischen Varroabekämpfung mit den drei organischen Säuren Milchsäure, Ameisensäure und Oxalsäure und dem Drohnenschnitt sowie der modernen Völkerführung und Volksverjüngung.

Die Völkerführung und Massnahmen zur Volksverjüngung sind in den letzten Jahren durch den Begriff Celler Rotationsverfahren oder auch Teilen und Behandeln (TuB) ein Begriff geworden. Ziel dieser Massnahmen ist es, die immer auch mit der Erneuerung des Wabenbaus und somit der Hygiene im Bienenstock verbunden sind, ein gesundes Bienenvolk mit möglichst wenig Varroamilben und anderen Schädlingen nach der Honigernte einzuwintern und somit den Erhalt des Bienenvolkes zu sichern, ohne dabei auf in Deutschland zum Glück verbotene Medikamente oder Antibiotika angewiesen zu sein. Eine Betriebsweise, die konsequent biologisch und nahe am natürlichen Verhalten der Bienen ist, kann auch von rein biologisch arbeitenden Betrieben angewendet werden und ist somit sowohl in konventionellen Betrieben, Demeter- Bioland- oder Naturlandimkern, sowie natürlich jedem Hobbyimker problemlos anwendbar. Die moderne Hohenheimer Betriebsweise ist eigentlich eine rein biologische Betriebsweise. Weitere Details siehe Linkliste auf der linken Seite.

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