Beuten - die Bienenwohnungen

Als Beute bezeichnet der Imker die leere Bienenwohnung. Ebenso ist die Bezeichnung Bienenstock noch gebräuchlich. Besteht die Beute aus mehreren Bauteilen ist auch die Bezeichnung Magazinbeute gebräuchlich. Bienenkörbe, Klotzstülper oder auch Klotzbeuten (ausgehöhlter Baum) sind weitere Beutetypen. Weiterhin werden die vom Imker geschaffenen Bienenwohnungen in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, z.B. in den Magazinbeuten oder THB (Top Hive Bar), in Holz- bzw. Kunststoffbeuten.

Die auf dem deutschsprachigen Markt verfügbaren Beuten (siehe Liste rechts) sind so vielfältig wie das Angebot der Automobilindustrie und ebenso wie bei Autos hat jeder Beutetyp und Bauform seine eifrigen Anhänger. Jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile, die jeder Imker anders bewertet. Den Bienen ist es relativ egal, welche Beute der Imker ihnen zur Verfügung stellt. In allen gängigen Beutetypen leben und bauen die Bienen ihre Waben, vermehren sich und sammeln Honig. Die Bewertung nimmt lediglich der Imker vor, er bewertet anhand seines Arbeitsaufwandes und anhand seiner Ansicht der Völkerführung, ob eine Beute für ihn Vorteilhaft ist. Oftmals wird die artgerechte Bienenhaltung als Argument für oder gegen eine bestimmte Beuteform genannt, wobei auch hier der Imker entscheidet, was er unter Artgerecht versteht oder meint verstehen zu müssen.

Die Entscheidung für ein Beutensystem ist aber auch maßgeblich durch die regionalen Bieneninstitute geprägt. So hat sich die Landesanstalt für Bienenkunde unter Dr. Gerhard Liebig eben für die Zanderbeute entschieden, die etwas modifiziert nun als Liebig-Beute bei uns bekannt und auch vorwiegend gebaut und verwendet wird.

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