Die Schlagwörter finden Sie auf nahezu jeder Imkervereinsseite. Wir erklären Ihnen hier, welche unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, mit der Imkerei auf Tuchfühlung zu gehen bzw. selber eine eigene Imkerei aufzubauen. Die Darstellung ist auf zahlreichen anderen Internetseiten abweichend.

Besuch beim Imker

Die einfachste und unkomplizierteste Art, herauszufinden, ob man Interesse an der Imkerei haben könnte, ist ein "Besuch beim Imker". Wir vermitteln Ihnen bei Interesse einen erfahrenen Imker unseres Verein und stellen Ihnen für einen oder mehrere Besuche am Bienenstand eines Vereinskollegen die notwendige Schutzausrüstung. Sind Sie dabei, wenn ein Imker einen Bienenkasten öffnet, Wabe für Wabe zieht, um den Gesundheitszustand der Bienen zu kontrollieren. Helfen Sie mit, wenn der Imker im Sommer nach der Honigernte den Wabentausch vornimmt und erleben sie dieses einmalige Gefühl von tausend Bienen umflogen zu werden, wenn vollbesetzte Waben abgekehrt werden. Besuchen Sie den Kollegen wenn im Herbst alte Wirtschaftsvölker aufgelöst und mit frischen Ablegern vereinigt werden. Prüfen Sie sich, ob Sie diese Situationen beherrschen können.
Ein Tag beim Imker kostet Sie nur Ihre Zeit.

Schnupperkurs

Ein Schnupperkurs besteht in der Regel aus einem einstündigen Vortrag und einer anschliessenden Filmvorführung sowie einem Besuch auf unserer Bienenwiese ("Lehrbienenstand"). Auf der Bienenwiese zeigen wir Ihnen unsere Königinnenzucht und lassen Sie auch in einige Ableger oder Wirtschaftsvölker hineinschauen. Nehmen Sie - mit entsprechender Schutzausrüstung bei Anfängern - Ihre erste Bienenwabe in die Hand oder schnuppern Sie zum ersten mal Stockluft. Nach dem praktischen Teil folgt nochmals ein Theorieteil, in welchem sie ausführlich mit den technischen Voraussetzungen einer Imkerei vertraut gemacht werden. Sie erfahren, welche Gerätschaften Sie benötigen, welche Voraussetzungen sie erfüllen sollten und welche Kosten und zeitlichen Aufwände auf Sie zukommen, falls Sie beabsichtigen, im nächsten Jahr mit einem Anfängerkurs zu beginnen.
Der Schnupperkurs kostet Sie ein bis zwei Abende Ihrer Zeit und einen geringen Unkostenbeitrag unter 30 Euro (Der Unkostenbeitrag deckt vor allem die Kosten für den Referenten). Ein Schnupperkurs kann auch als Volkshochschulkurs angeboten werden.

Probeimkern bzw. Bienenleasing - Rent a Beehive

Probeimkern ist in Deutschland bei zahlreichen Imkervereinen eine beliebte Form, Anfängern den Einstieg zu erleichtern. Der Anfänger mietet sich zu Beginn eines Imkerkurses ein Bienenvolk samt Beute. Der Verein schliesst mit dem Anfänger einen Miet- oder Leasingvertrag, es erfolgt während der Kurszeit kein Eigentumsübergang von Beute und Bienen, und auch das Risiko wird für den Anfänger minimiert. Der Anfänger kann je nach Verein Schutzkleidung und Ausrüstung mitmieten oder selber kaufen. Die Kosten für den Anfänger liegen dabei bei etwa 200 - 300 Euro Leasinggebühr für das Bienenvolk und Beute, wobei ca. Als Leasinggeber für Bienenvolk und Beute tritt hier ein Vereinsmitglied auf, nicht der Verein. Ca. 200 Euro werden dann bei Rückgabe von Volk und Beute wieder erstattet. Die Kursgebühr ist zusätzlich zu entrichten. Vorteil: Der Anfänger bekommt einen Anfängerkurs, lernt wie seine Kurskollegen die Imkerei kennen, kann seinen eigenen Honig ernten und bei Kursende das Volk samt Beute zurückgeben oder günstig erwerben. Im Sommer nach der Honigernte kosten Völker weniger als im Frühjahr, dafür fallen nun Kosten für die Einfütterung und Varroabehandlung im Spätsommer, Herbst und Winter an.

Gastvölker im Garten

Urbanes Imkern kommt immer mehr in Mode. Imker in urbanen (städtischen) Einzugsgebieten oder Stadtimker bieten vermehrt Gastvölker für eine Saison an, die dann in Ihrem Garten oder auf dem Dach Ihrer Firma aufgestellt werden. Der besondere Service dabei ist, dass diese Bienenvölker eine Rund-Herum-Betreuung durch dem imker genießen dürfen und Sie als Gastgeber sich an den Bienen erfreuen dürfen. Auch können Sie direkt am Honigertrag partizipieren. Dass sich dies lohnt, muss der Gastgeber den uneingeschränkten Zugang zum Bienenvolk ermöglichen. Zwischen April und Juli muss der Imker wöchentlich an seinem Bienenvolk die Schwarmkontrolle und auch sonstige Tätigkeiten durchführen. Die Anfahrtskosten und die Zeit des Imkers für die Bewirtschaftung eines Gastvolkes dürfen dabei nicht hoch ausfallen, sonst rechnet sich dies weder für den imker noch für den Gastgeber.

Imkerpatenschaft - vom Imkerpaten betreut

Eine Imkerpatenschaft stellt dem Imker-Anfänger einen erfahrenen Imkerkollege als direkten Ansprechpartner und Lehrmeister zur Seite. Der "Inkerlehrling" lernt beim Paten und unterstützt diesen bei seinen Bienen und bei diversen imkerlichen Tätigkeiten. Im Gegenzug unterstützt der Pate natürlich auch den Lehrling bei seinen Bienen und stellt dem Lehrling auch seine Gerätschaften zur Verfügung. Alternativ nutzt der Lehrling die Gerätschaften zusammen mit dem Paten (Honigschleuder, Wabenschmelzer, diverse Kleingeräte). Zwischen Pate und Lehrling kann sich so eine gute Vertrauensbeziehung aufbauen, von der beide profitieren. Mancher Altimker testet so auch seinen "Nachfolder" an welchen bei altersbedingter Betriebsaufgabe "Bienenstand und Kundschaft" übergeben werden könnte.

Biene sucht Bauer, Alter Nebensache - Gastvölker für die Landwirte

2011: Der Bund der Deutscher Landjugend hat gemeinsam mit dem Deutschen Imkerbund e. V. (D.I.B.) und dem Deutschen Bauernverband e. V. (DBV) die Aktion 'Biene sucht Bauer und Winzer! gestartet.

Gesucht wurden: Paten für ein Bienenvolk. Worum ging es in diesem Projekt? Landwirtschaft und Imkerei gehören zusammen. Auf der einen Seite werden Bienen als Bestäuber auf Feldern, Weinhängen und Obstwiesen benötigt. Auf der anderen Seite finden sie dort ihre wichtige Futtergrundlage. In der Öffentlichkeit werden vor allem Spannungsfelder zwischen der Berufsgruppen "Bauer" und "Imker" thematisiert. Der deutscher Bauernverband, der deutscher Imkerbund und Bund der deutschen Landjugend wollten mit der Durchführung der Aktion beweisen, dass Landwirtschaft und Imkerei in einem Boot sitzen!

Peter Maske, Magdalena Kliver und Gerd Sonnleitner (von links nach rechts) mit dem Ackerschild "Ich flieg auf Landwirtschaft" bei der Vorstellung des Kooperationsprojektes. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Deutscher Imkerbund e. V" wobei sich Gerd Sonnleitner schon bei der Präsentation hinter dem Plakat versteckte....
Was war das Ziel? Bauern sollten Pate für ein Bienenvolk werden. Was soll bitte ein Bauer mit einem Bienenvolk anfangen, wenn er in der Hohenloher Ebene mehrere Morgen Rapsfelder bewirtschaftet? Wer hat sich diese Aktion ausgedacht und warum beteiligt sich daran der DIB? Wenn man im Frühjahr durchs Kraichgau oder das Hohenloher Land fährt sieht das toll aus, gelber Raps und blauer Himmel soweit das Auge reicht. Aber wenn der Raps verblüht ist finden unsere Bienen kaum noch Tracht. Dann ist das Land Bienenleer.

Auch Blühstreifen sind gut für die Umwelt und den Ruf So ist unter agrar direkt direkt nachzulesen, wozu die Grünstreifen missbraucht werden. Vor allem für Maisbauer, die ihre Ernte nicht als Futtermittel für Rinder und Schweine nutzen, sondern für Biogasanlagen ist die Initiative eine gute Möglichkeit, sich als umweltbewusst zu präsentieren.

In gleicher Weise erhalten wir Imker unter www.innovation-naturhaushalt.de/ nützliche Informationen, wie wichtig dem FNL die Bienen sind. Lesen Sie genau, worauf es ankommt und wo wir Imker heute stehen.