Vor allem bei Neuimkerkursen werden wir gefragt, welche Schutzausrüstung wir empfehlen. Bisher reichte es hier auf das Angebot unseres "Standardlieferanten" zu verweisen. Das Angebot hat jedoch in den letzten Jahren stark zugenommen und es sind bei unterschiedlichen Händlern unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände erhältlich, die es lohnt, hier zu erwähnen.

Was macht gute Schutzkleidung aus

Gute Schutzkleidung sollte den Träger dieser Kleidung nicht behindern. Imkerliche Tätigkeiten, bei der Schutzkleidung getragen wird, fällt primär an warmen Tagen an, an kühleren Tagen trägt der "Profi" zur Eigensicherung entsprechende Standardkleidung und nimmt sich einen Schlupfschleier für den Schutz des Kopfes mit. Sie erkennen bereits den Unterschied. Wir differenzieren zwischen Schutzkleidung und Gesichtsschutz.
Schutzkleidung schützt den Körper und die Arme vor Bienen- oder auch Wespenstichen, ein Gesichts- bzw. Kopfschutz eben Gesicht und Kopf. Imkerliche Schutzkleidung sollte luftig sein, d.h. auch an warmen Tagen gerne getragen werden können. Das Material sollte zudem leicht waschbar sein, denn Verunreinigungen durch Wachs, Propolis oder Honig sind auch beim Tragen von Handschuhen an Imkerkleidung nicht zu vermeiden.
Gute Stoffe und qualitativ hochwertige Reisverschlüsse zeichnen gute Schutzkleidung aus. Die Zipper der Reisverschlüsse solten gross sein, dass sie zur Not auch mit Handschuhen noch bedienbar sind. Je weniger Taschen eine Imkerjacke hat, desto besser. Die Bünchen an den Ärmeln sollten entweder mit Klettverschlüssen oder breiten Gummibändchen abschliessen. Probieren Sie immer Jacken auch in Kombination mit den Imkerhandschuhen mit Stoffstulpen.

Der Standardspruch der Profis - Imkern muss in kurzen Hosen möglich sein

Man liesst es immer wieder, man hört es immer wieder - Imkern sollte auch ohne Schutzkleidung möglich sein. Das ist richtig, aber man merkt erst nach wenigen Minuten am Bienenvolk, ob dieses heute sanftmütig ist. Viele Profis haben dagegen schon beim Abnehmen der Beutenfolie die ersten Stiche kassiert, da ist dann das Anlegen des Schutzschleiers schon zu spät gekommen. Unser Rat, gerade in der Imkerausbildung: Immer erst mit Schleier an die Bienen gehen, besonders wenn in Gruppen gearbeitet wird, denn Sie wissen nie, welchen Fehler Ihr Nachbar macht. Wenn Sie alleine am Volk/Stand arbeiten, erst mit Schutz, dann, wenn die Bienen sanftmütig und ruhig sind, gerne den Schutz ablegen.

Die geeignete Schutzausrüstung - eine Preis- und Stilfrage

Nahezu jede Shopseite mit Imkerbekleidung startet mit dem Imkerhelm.


Der Imkerhelm (ein klassischer Tropenhelm) dient in erster Linie als Sonnen- bzw. Regenschutz. Das Helmmaterial ist heute meißt aus leichtem Kunststoff oder Kunststoffgewebe. Er verformt sich unter Einfluss von Belastung nicht, wobei der Imkerhelm kein Schutzhelm ist. Es wird Ihnen am Bienenstand kein Bienenschwarm auf den Kopf fallen. Das Innenleben des Helms sollte dabei einen Luftspalt zwischen Helmhülle und Kopfhaut bilden, um einfach ein angenehmes Tragegefühl zu erzielen.

Der einfache Schleier

Der einfache Schleier ist bei Imkern beliebt. Er wird über den Imkerhut gezogen, und am Hals ggf. mit einem Gummiband über den Hemdkragen gezogen. Der Schleier ist flexibel, kann also zusammengerollt in der Jackentasche mitgenommen werden. Einfache Schleier sind ohne ein besonderes Gesichtsfeld ausgeführt, etwas bessere haben ein Gesichtsfeld mit etwas starrerem Gewebe.

Schlüpfschleier oder Kombischlüpfschleier


Ein Schleier mit einem Stoffhut mit breiter Krempe bildet die Basis des Schlüpfschleiers. Die Hutkrempe dient als Abstandsring, zusätzliche Gummizüge können unter der Achsel getragen werden, dass der Hut nicht vom Kopf rutscht. Die Gaze ist dabei auch weit vom Gesicht entfernt. Ab 15 Euro sind brauchbare Modelle zu bekommen.

BJ Sherriff Imkerbekleidung - bring Farbe an den Imkerstand


 
http://www.bjsherriff.co.uk ist ein Lieferant hochwertiger Imkerbekleidung, der auch Farbe an den Bienenstand bringt. Hier findet fast jede Normalfigur eine passende Jacke in modischen Farben

Taunus Imkerjacke mit Wulstkragen


Die Taunus Imkerjacke mit Wulstkragen und der zugehörige Amischleier wird bei uns ebenfalls gerne getragen. Die Jacke ist aus 100% Baumwolle, kräftiges Gewebe und daher langlebig. Der Amischleier wird dabei nur über den dicken Wulstkragen gehalten und kann abgenommen werden. An vielen Modellen ist der Schleier mit einem Reisverschluss befestigt. Hier zeigt sich der Vorteil des Wulstkragen, der Schleier ist blitzschnell aufgesetzt und am Wulstkragen Bienendicht.
Bezugsquelle: http://www.bienenzuchtbedarf-seip.de/

Dehner - Dreischichtschutzhemd Profi

 
Die Imkerjake von Dehner ( 100% Polyester - Dreischichtiger, monokularer Aufbau, daher absolut Stichsicher und Luftdurchlässig, besonders angenehm an warmen Tagen) ist eine Profiimkerjacke, zu bekommen in Grösse S-XL. Bezugsquelle: https://www.dehner-bienen.de/.

Der Original Honigmann - Profispitzenqualität


Schutzjacken und Spezialimkerbekleidung vom original Honigmann ist schon Highend Imkerbekleidung. Im Imkerkurs 2016 erstmals gesehen und für gut befunden und ebenfalls in 5XL gekauft, in derartigen Größen ist bequeme Imkerbekleidung bei fast keinem anderen Lieferanten zu bekommen. Ein luftiges Netzgewebe ermöglicht auch an warmen Tagen ein luftiges Arbeiten am Bienenstand. Durch die Materialstärke von 6 mm ist man eigentlich 100% stichsicher eingepackt. 100% Polyester.
Hier nochmals die Bezugsquelle: https://deroriginalhonigmann.de