Bisher gibt es keine EU-Normen und Standard bei der Varroabekämpfung

Wie die Tabelle der zugelassenen Substanzen und Verfahren auf der vorhergehenden Seite zeigt, sind in unseren deutschsprachigen Nachbarländern zwar nahezu die selben Substanzen zur Varroabekämpfung zugelassen und im Einsatz, doch die Verfahren zur Anwendung unterscheiden sich erheblich. So wurde z.B. das Verfahren zur Verdampfung (Sublimation) von Oxalsäure schon im Jahr 2001 vom Melliferainstitut mit unterschiedlichen Applikatoren erfolgreich getestet, worauf dieses Verfahren seit 2001 durch Bestreben des österreichischen Imkerbundes offiziell zugelassen wurde. Auch sind in Österreich und in der Schweiz die 85%ige Ameisensäure zugelassen, während in Deutschland diese in den letzten Jahren nur nach Ausrufen des Therapienotstandes erlaubt wurde.

Hauptproblem der Zulassung in Deutschland hierbei ist der nicht klar geregelte und sichergestellte Anwenderschutz. Bei der Oxalsäuresublimation kommt es immer wieder durch unsachgemäße Anwendung zu Unfällen, da Imker den Oxalsäurenebel aufgrund mangelhaftem Selbstschutz einatmen. Je nach verwendetem Applikator tritt mehr oder weniger Oxalsäurenebel aus der Beute aus, der dann durch den Imker eingeatmet werden kann. Die Gefahren werden dabei zu oft unterschätzt. Auch abenteuerliche Selbstbauten finden immer wieder Käufer und Nachahmer. Ein Beispiel finden Sie z.B. in einer Bildergalerie eines Südtiroler Imkervereins.

Jeder Imker prüft daher bitte, welche Verfahren in seinem Land zugelassen sind!