Die Wirkung der in Deutschland zugelassenen Varroabekämpfungsmitteln ist nahezu gleich:
  • Die Milben sind deutlich empfindlicher gegen die Substanzen als die Bienen, darauf beruht in der Regel der Wirkungsmechanismus
  • Die Bekämpfungsmittel hinterlassen keine Rückstände im Wachs und Honig - und wenn doch, dürfen diese nur in der im natürlichen Honig oder Wachs vorkommenden Konzentrationen enthalten.
  • Zu jedem Behandlungsmittel sind nur wenige Behandlungsformen zulässig, d.h. die Anwendungsform der Substanz ist Teil der Zulassung.
  • Die Anwender können die Mittel bei zugelassener Anwendungsform ohne größere Gefahr für die einene Gesundheit anwenden, die Anwendung in einer nicht zugelassenen Anwendungsform kann bei unzureichendem Selbstschutz zu Gesundheitsschäden auch bein Anwender führen.
  • Die Mittel sind zum Teil über Produktzulassungen im Handel, nicht nur über Wirksubstanzzulassung.
  • Die Wirkstoffe (s.u.) werden nur ausserhalb der Trachtzeit angewendet und gelangen so nicht in den Honig, für den Verbraucher ist somit die Reinheit des Produktes Honig gewährleistet.
  • Alle Varroabehandlungs- bzw. bekämpfungsmittel wirken nicht quantitativ, d.h. die Behandlungen erfassen i.d.R. nie alle Individuen im Bienenstock, wodurch die Behandlungen mehrmals im Jahr wiederholt werden bzw. mit anderen Substanzen und Verfahren angewendet werden muss.

Bei der Entwicklung von geeigneten Varrobekämpfungsmitteln, welche wirkungsvoll und kostengünstig sind, war das Bieneninstitut unserer Universität Hohenheim schon seit den neunziger Jahren des letzten Jahrunderts maßgeblich und wegweisend beteiligt. 1998 hat das Bieneninstitut Hohenheim als erstes Institut weltweit das erste Varroabekämpfungskonzept Baden-Württemberg veröffentlicht, das bis heute fast unverändert als Standardverfahren zum Einsatz kommt. Auch wenn es 2013 nicht gelang, Politik und Verbände abschliessend davon zu überzeugen, dass die 85%ige Ameisensäure das geeignetste Mittel zur wirksamen und nachhaltigen Varroabekämfung im Sommer darstellt und wir daher nur mit einer 60%igen Säure künftig offiziell arbeiten dürfen, bleibt die Forschung nicht stehen und bemühen wir uns weiter, Politik und Lobbyisten davon zu überzeugen, daß die 85%ige organische Säure das beste Mittel zur Bekämpfung der Varroamilbe darstellt.

Die nachfolgende Übersicht aus dem Forum Einfachimkern zeigt, welche Mittel in welchem Land zugelassen sind und zum Einsatz kommen können:

Varroa behandlung aus einfach imkern