Wie Sie unter "Wachs, ein wertvolles Gut des Imkers" schon gelesen haben, ist Bienenwachs nicht nur für den Imker ein wertvolles Gut. Der Imker benötigt das Wachs für die Herstellung von vorgefertigten Mittelwänden mit einer definierten Prägung. Vorgefertigte Mittelwände werden in der konventionellen oder auch zum Teil in der biologisch arbeitenden Imkerei (je nach Ausrichtung) benötigt, um Honigwaben zu erzeugen, die sich im Anschluss gut schleudern lassen. Dabei wird aus sauberem Wachs entweder über eine Mittelwandgiesform oder einer modernen Wabenpresse mit drehenden Walzen Mittelwände gegossen und dann auf das Wabenmaß zugeschnitten.

7-13 Kilo Honig verbrauchen Bienen für die Herstellung eines Kilogramms Bienenwachs

Die so vorgefertigte Mittelwand hat eine Stärke von 1-1.3 mm je nach Hersteller. Der Laie kennt diese Mittelwände, da auf die selbe Weise die Bienenwachsplatten für Bastelsets (gewickelte Bienenwachskerzen aus geprägten Bienenwachsplatten) hergestellt werden. Die Prägung der Mittelwand entspricht dem idealen Zellmaß, das der Imker verwendet. In Baden-Württemberg ist hier bei den meisten Lohnbetrieben ein Wabenmaß von 5.2-5.3 mm gebräuchlich. Für die Herstellung dieser Mittelwandwachsplatten verwendet der Imker mit einem eigenen Wachskreislauf nur bestes eigenes Wachs, dessen "Geschichte" der Imker kennt. Der Anfänger dagegen ist darauf angewiesen, den Firmen, die fertige Mittelwände verkaufen, dahingehend zu vertrauen, daß das hier verwendete Wachs einwandfrei ist. Biobetriebe dürfen dabei nur Wachs aus zertifiziertem Ursprung verwenden, hat man vor, die eigene Imkerei später als Bioimkerei eintragen zu lassen, sollte man die Mehrkosten schon zu Beginn nicht scheuen und alle Rechnungen aufheben. Dieses ist etwas teurer, da das Wachs dabei i.d.R. geprüft wurde. Parallel hierzu wird auch pestizitarmes und pestizitfreies Wachs angeboten. Dieses Wachs stammt oftmals von Imkern der Region.