Rückblick: Jahresausflug 2013 der Imkervereine Weinsberg und Mainhardt

Firma Werner Seib in Butzbach-Ebergöns am 12. Mai 2013

Früh morgens mussten wir mit dem ZÜGEL-Bus starten, um bei kaltem, zum Teil regnerischen Wetter die lange Strecke zum Betrieb von Werner Seib in Butzbach-Ebergöns im Naturpark Taunus. zurück zu legen. Nicht ohne unterwegs eine Pause mit einem habhaften Vesper einzulegen! Wenn zwei Vereine gemeinsam unterwegs sind, fällt auch das Vesper doppelt aus - worauf Sie sich verlassen können!

Umso freundlicher wurden wir empfangen, - von Herrn Seib und seiner Mutter (die aus Hohenlohe stammt), wir hörten aus der Geschichte der Firma und konnten die Verkaufsräume, Werkstätten und Läger besichtigen - und natürlich umfangreiche Einkäufe tätigen! Es gibt hier alles -und noch viel mehr - zu kaufen, was sich ein Imkerherz nur wünschen kann. Bestellungen natürlich auch im Internet: http://www.bienenzuchtbedarf-seip.de

So erfuhren wir, dass der jetzige Firmeninhaber Werner Seip die Imkerei im elterlichen Großbetrieb erlernte. Unter ihm begann die Umstellung der Imkerei auf 9-Waben-Zanderbeuten. Eine Anzahl Völker wird auch heute noch in Segeberger Beuten gehalten. Der Firmengründer Friedrich Seip arbeitete anfangs noch mit Strohkörben, Warmbau- Hinterbehandlungskästen. Er lernte bei Dr. Freudenstein, Bienenzuchtanstalt Marburg, und begann 1934 mit der Einführung der Blätterbeuten und einer gezielten Königinnenzucht. Die Eltern des jetzigen Firmeninhabers führten die Imkerei von Friedrich Seip weiter und erweiterten dann die Imkerei mit Dickwabenbeuten, großräumigen Blätterbeuten und vorübergehend auch mit Trogbeuten.

Die Geschichte der Imkerei öffnete sich vor uns in dieser Familiengeschichte! Das heute größte Standbein ist jedoch die Königinnenzucht und die Völkervermehrung. So werden jährlich unbegattete und begattete Carnica - Königinnen, sowie 5-Waben-Ableger im Zander- und Deutsch Normalmaß im großen Stil angeboten. Und auch für Jungimker werden Lehrgängen angeboten.

Und so begann die praktische Exkursion zu einigen Bienenvölkern in der näheren Umgebung - am Waldrand, im Rapsfeld und zu den Zuchtvölkern im Bienengarten hinter dem Betriebsgebäude. Und wer geglaubt hatte, der Frühling müsse an diesem 12. Mai doch endlich ausbrechen, der wurde eines besseren belehrt! Ein Schneescheuer trieb uns in den Bus zurück!

Das üppige Mittagessen wurde so zu späterer Stunde im betriebseigenen Pferdehof serviert und wir erfuhren dabei weitere imkerliche Tipps und Tricks. So konnten wir auf der Rückfahrt viele Eindrücke verarbeiten bis wir in der "Sonne" zum Kehraus eintrafen.