Am 20.11.1887 wurde der "Bienenzuchtverein Weinsberg" gegründet

Der Verein ist eine gemeinnützige Organisation zum Zwecke der Förderung der Bienenzucht. Der Zweck soll vornehmlich erreicht werden durch Schulung und Belehrung der Mitglieder über erfolgreiche und zeitgemäße Bienenzucht, Förderung der Zuchtmaßnahmen und Erkennung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten. Der Verein hält es für seine Pflicht, die Allgemeinheit über Wert und Bedeutung der Bienenzucht aufzuklären und so zum Schutze der Umwelt beizutragen.

Zur Zeit der Gründung bestand das Oberamt Weinsberg aus einem Gebiet Weinsberg - Gellmersbach bis Bretzfeld, über Brettach bis Mainhardt, Wüstenrot, Löwenstein, Willsbach, Ellhofen. Bereits um 1850 gab es im Oberamt insgesamt 1383 Bienenstöcke, davon die meisten in Wüstenrot (96) und Löwenstein (86).

Am 20. November 1887 erschien in der Weinsberger Zeitung eine Einladung des Kaufmanns Schäfer aus Bretzfeld und des Lehrers Bär aus Affaltrach: "Die Bienenzüchter des Weinsberger Tales und der angrenzenden Orte werden hiermit zu einer Besprechung betr. Gründung eines Bienenzuchtvereins auf Sonntag, den 20. November, nachmittags 2½ Uhr in die Restauration zum "Bahnhof" in Willsbach freundlich eingeladen." Bereits am 18. Dezember 1887 wurde der Verein gegründet. Bis zu 70 Mitglieder konnten aufgenommen werden.

Entwicklungen und Probleme Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts förderte Schulmeister Wurst aus Weiler neue Entwicklungen, er machte die Entdeckungen des Pfarrers Johannes Dzierzons (Oberschlesien, 1811 bis 1906) in der Bienenzucht und in der praktischen Bienenhaltung bekannt und führte die Erfindungen von August Freiherr von Berlepsch (* 1815; † 1877), Erfinder der beweglichen Bienenwabe und damit Begründer der modernen Imkerei, im Oberamt ein.

Die Faulbrut richtete 1919 großen Schaden an. Schwierig - besonders in der Zeit der ersten Inflation 1922/23 - war die Beschaffung von Zucker. Die Preise stiegen in 1923 auf 290.000 Mark pro Sack! Besonders Forstwart Schmautz regte viele Imkerkollegen zum Wandern der Völker in den Schwarzwald an. Die Wanderung war in den 1920-er Jahren sehr umständlich mit Pferdefuhrwerk und Eisenbahn. Die Imker konnten ihre Völker während der Waldtracht nicht verlassen.

1949/50 gingen weitere Modernisierungen von unserem Verein aus: Schreinermeister und Imker Otto Vögele aus Eberstadt entwickelte eine Oberbehandlungsbeute, die als Vorläufer der heutigen Hohenloher Wanderbeute bezeichnet werden kann.